Die letzten Kinobesuche

Nachdem hier fast ein Jahr lang nix passiert ist, werde ich mein Blog mal mit ein paar Belanglosigkeiten aufpeppen. Ich möchte heute ein paar Filme Revue passieren lassen, die ich diesen Monat im Kino gesehen habe. Zwei der Filme habe ich in der Sneak Preview gesehen, den letzten bei einem „normalen“ Kinobesuch.

Der erste Film dieses Jahres war Tucker & Dale vs Evil. Das ist eine Verarsche auf Teenie-Splatter-Filme á la Wrong Turn, in der eine Gruppe von Highschool-Kids campen geht und dabei auf kuriose Art und Weise dezimiert wird. Das Schöne an der Sneak Preview ist, dass man im Allgemeinen keinen Plan hat, was für ein Film einen erwartet (sofern man sich nicht groß informiert und keinen Film sieht, auf den man ohnehin schon hinfiebert). Hier nahm ich zuerst an, dass es sich tatsächlich zum einen Splatterfilm handelt und habe meine Erwartungen entsprechend runtergeschraubt, doch dann begann es lustig zu werden und während des Films lag dann das ganze Kino flach vor lachen. Solche Filme muss man unbedingt mit vielen Leuten im Kino schauen, denn wenn das ganze Publikum abgeht, dann macht das noch mehr Fun. Ich empfehle übrigens auf den Trailer zu verzichten, da ich finde, dass der ein paar schöne Sachen vorwegnimmt, aber vielleicht sage ich das auch bloß, weil ich den vorher auch nicht gesehen hatte.

Picco kam eine Woche später in der Sneak und war mehr oder weniger das Gegenteil von Tucker & Dale vs Evil, sehr ernst, tragisch und zog meine Laune ordentlich nach unten. Es geht darin um die Jugendvollzugsanstalt und einen neuen Insassen, der das „Leben“ dort drin kennen lernt. Der Film ist nicht schlecht, aber sehr verstörend und dass er auf wahren Begebenheiten beruht, hilft dabei dann nicht unbedingt. Das ist der Nachteil an der Sneak, denn man sieht mitunter Filme, die man sich sonst unter keinen Umständen hätte antun wollen. So war Picco der bisher einzige Film, den ich noch während der laufenden Vorstellung verlassen habe und es war eine Befreiung, aus dem Kino heraus und an die frischen Luft zu kommen. Dieser Film war einfach zuviel für mich.

Vor ein paar Wochen erst habe ich von dem Film gehört, den ich mir schließlich letzten Dienstag angeschaut habe. Black Swan ist ein großartiger Psychothriller und wird, weil er vom selben Regisseur ist, gern mit The Wrestler verglichen. Allerdings finde ich beide Filme nur bedingt vergleichbar, da sie ihre Wirkung ganz unterschiedlich entfalten. Black Swan handelt von einer Baletttänzerin, die die Möglichkeit erhält, in einer Neuauflage von Schwanensee den weißen und schwarzen Schwan zu spielen. Das ist sehr schwierig, weil beide Charaktere sehr unterschiedlich gespielt bzw. getanzt werden müssen und der Film dreht sich um die Entwicklung der Tänzerin und wie sie mit der Hauptrolle zurechtkommt. Der Film spielt sehr schön mit der Realität, was bei mir viele Gänsehautmomente hervorgerufen hat, die Stimmung und Athmosphäre des Filmes ist wahnsinnig toll und das Ende ist aus meiner Sicht perfekt.

Im Großen und Ganzen war es ein guter Start ins Kinojahr mit zwei Filmen, die ich wohlmöglich zu den besten dieses Jahres zählen werde – aber noch ist Januar, da können noch andere Filme kommen. Auf jeden Fall kann ich aber Black Swan empfehlen, den ich mir hoffentlich nochmal im Kino ansehen werde.

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