The Spirit

Frank Miller setzte sich mal wieder in den Regiestuhl und zauberte mit The Spirit eine weitere Comic-Verfilmung auf die Leinwand. Ich war neugierig auf den Film, da mir bereits Sin City sehr gut gefiel und The Spirit visuell in die gleiche Kerbe schlägt – sehr düster, wenig Farbe, schöne Spiele mit Licht und Schatten und insgesamt starke Kontraste. Die Liste der Darsteller liest sich auch gut und so ging ich vergangenes Wochenende ins Kino, um mir den Film anzusehen.

Besonders dicht scheint sich The Spirit nicht ans Comic zu halten. Zwar habe ich die Comics nicht gelesen, aber die kurze Handlungsbeschreibung auf Wikipedia, die Fähigkeiten, Aussehen und Werden des Helden beschreibt, weicht vom Film ab. Wer also Fan von den Comics ist und auf möglichst originalgetreue Umsetzung hofft, wird eher enttäuscht sein. Auch die Kritiker schienen nicht viel Gefallen an The Spirit zu finden, denn die Kritiken fielen größtenteils negativ aus. Zustimmen kann ich insofern, als dass der von Gabriel Macht gespielte Hauptcharakter hinter der durchgeknallten Persönlichkeit von Octopus (Samual L. Jackson) zurückstecken muss und ein wenig untergeht, aber das wirkt nicht unpassend.

Der Octopus, Silken Floss und Pathos in The SpiritDer Octopus, Silken Floss und drei Mal Pathos

Der Humor des Filmes, der es mir besonders angetan hat, kam bei den Kritikern auch nicht gut weg. So soll The Spirit teilweise einer Slapstick-Komödie gleichen, was ich zwar nicht ganz abstreiten kann, aber auch nicht störend fand. Der Film nimmt sich nicht wirklich ernst und hat einen ironischen Unterton, aber gerade das ist es, was den Film so sympathisch macht. Insbesondere die Szenen mit Octopus und seiner stets genervten Komplizin Silken Floss (Scarlett Johansson) haben es mir angetan, aber auch andere Charaktere geben eine gute Figur ab.

Wer sich auf The Spirit einlassen kann, den erwarten herrlich überdrehte Szenen, interessante Kostümierungen und nette Ausschnitte. Mich hat der Film kein bisschen enttäuscht, was aber vielleicht auch daran liegen mag, dass ich nicht mit großen Erwartungen ins Kino gegangen bin, sondern mich ein wenig überraschen ließ. Wer ähnlich rangeht und auch ohne tiefgründige Story zufriedenzustellen ist, dem sei der Film empfohlen.

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  1. Neulich im Kino: Avatar – rattlab.net 20. Dezember 2009 um 20:06

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