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	<title>Kommentare zu: Spielekiller vs. Killerspiele</title>
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	<description>Web, Programmierung und anderes Zeuch</description>
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		<title>Von: ex-ratt</title>
		<link>http://rattlab.net/2008/09/spielekiller-vs-killerspiele/comment-page-1/#comment-10</link>
		<dc:creator>ex-ratt</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Sep 2008 08:39:47 +0000</pubDate>
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		<description>Joachim Herrmann, der Innenminister Bayerns, hat sich zwölf kritischen Fragen der PC Games gestellt: http://www.pcgames.de/aid,660024/Interview/GTA_4_haette_indiziert_werden_muessen_-_Zwoelf_Fragen_an_Bayerns_Innenminister_Joachim_Herrmann/. Finde ich echt gut, dass er das gemacht hat, meinen Respekt an dieser Stelle. Ich möchte hier jetzt nicht auf jede einzelne Antwort eingehen, sondern nur zwei Dinge bemerken.

Zum einen bringt er immer wieder zum Ausdruck, wie stark gewaltverherrlichend &quot;Killerspiele&quot; sind. Er spricht von &quot;hinrichten&quot;, &quot;Blut spritzt&quot; und &quot;bestialische Art und Weise&quot;. Wenn man allein diese Worte hört, so möchte man ihm zustimmen, was ein Verbot angeht, denn es klingt recht grausam und nicht nach etwas, das &quot;Spielspaß&quot; bereiten sollte. Aber man sollte auch immer differenzieren, denn zum einen sind diese Formulierungen natürlich bewusst gewählt, zum anderen aber sprechen sie vielleicht aber auch nur sehr grenzwertige Spiele an - wie er selber im Interview sagt, geht es ihm nicht um ein Verbot von z.B. Counter-Strike.

Ein weiterer Punkt, den ich interessant finde, ist, dass er davon spricht, dass &quot;Killerspiele&quot; allein für sich gesehen nicht der Grund sein können für Amokläufer oder generell erhöhte Gewaltbereitschaft. So seien gerade labile Persönlichkeiten empfänglich für Desensibilisierung und Einschränkung der Empathiefähigkeit. Das sehe ich durchaus auch so, aber ein Verbot gewisser Spiele löst das Problem nicht. Stattdessen werden stabile Personen bevormundet. Vielleicht mag das ein blöder Vergleich sein (und mir fällt gerade nix gescheiteres ein), aber es wirkt auf mich, als wenn man einem Mörder die Waffe wegnimmt und dann annimmt, dass sich das Problem gegessen hätte.

Man sollte in diesem Fall viel mehr auf die Labilität eingehen. Wieso sind viele Menschen psychisch labil und was kann man dagegen tun? Sind heutzutage mehr Menschen psychisch belastet als früher oder ist es ein weitgehend konstantes Phänomen? Die Fragen und deren Beantwortung fände ich ehrlich gesagt viel interessanter und mich als (hoffentlich) vernünftig denkenden Menschen würde es in einem Wahlkampf viel mehr ansprechen, als ein Verbot von irgendwas. Ein Verbot hat für mich immer den bitteren Beigeschmack, dass man ein Problem nicht zufriedenstellend lösen konnte und stattdessen die &quot;einfache&quot; Variante wählt. Wie, wenn ich, anstatt ein Computerprogramm robust gegen Fehleingaben zu sichern, einfach in einem Text daneben schreibe, was jemand nicht zu tun hat und selbiges Programm mit einem Fehler abstürzt, wenn man doch entgegen der Anweisungen handelt.

Ich fänd es also toll, wenn die Politik den schwierigeren Weg nehmen würde, denn am Ende mag das der bessere gewesen sein. Verbote lösen keine Probleme. Sie bereiten nur dem eh schon überbeschäftigten Rechtssystem noch mehr Arbeit und verkomplizieren die bestehenden Gesetze durch noch mehr Verordnungen. Also ab an die Wurzel des Übels, anstatt oberflächlich herumzudoktorn. Hophop :)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Joachim Herrmann, der Innenminister Bayerns, hat sich zwölf kritischen Fragen der PC Games gestellt: <a href="http://www.pcgames.de/aid,660024/Interview/GTA_4_haette_indiziert_werden_muessen_-_Zwoelf_Fragen_an_Bayerns_Innenminister_Joachim_Herrmann/" rel="nofollow">http://www.pcgames.de/aid,660024/Interview/GTA_4_haette_indiziert_werden_muessen_-_Zwoelf_Fragen_an_Bayerns_Innenminister_Joachim_Herrmann/</a>. Finde ich echt gut, dass er das gemacht hat, meinen Respekt an dieser Stelle. Ich möchte hier jetzt nicht auf jede einzelne Antwort eingehen, sondern nur zwei Dinge bemerken.</p>
<p>Zum einen bringt er immer wieder zum Ausdruck, wie stark gewaltverherrlichend &#8220;Killerspiele&#8221; sind. Er spricht von &#8220;hinrichten&#8221;, &#8220;Blut spritzt&#8221; und &#8220;bestialische Art und Weise&#8221;. Wenn man allein diese Worte hört, so möchte man ihm zustimmen, was ein Verbot angeht, denn es klingt recht grausam und nicht nach etwas, das &#8220;Spielspaß&#8221; bereiten sollte. Aber man sollte auch immer differenzieren, denn zum einen sind diese Formulierungen natürlich bewusst gewählt, zum anderen aber sprechen sie vielleicht aber auch nur sehr grenzwertige Spiele an &#8211; wie er selber im Interview sagt, geht es ihm nicht um ein Verbot von z.B. Counter-Strike.</p>
<p>Ein weiterer Punkt, den ich interessant finde, ist, dass er davon spricht, dass &#8220;Killerspiele&#8221; allein für sich gesehen nicht der Grund sein können für Amokläufer oder generell erhöhte Gewaltbereitschaft. So seien gerade labile Persönlichkeiten empfänglich für Desensibilisierung und Einschränkung der Empathiefähigkeit. Das sehe ich durchaus auch so, aber ein Verbot gewisser Spiele löst das Problem nicht. Stattdessen werden stabile Personen bevormundet. Vielleicht mag das ein blöder Vergleich sein (und mir fällt gerade nix gescheiteres ein), aber es wirkt auf mich, als wenn man einem Mörder die Waffe wegnimmt und dann annimmt, dass sich das Problem gegessen hätte.</p>
<p>Man sollte in diesem Fall viel mehr auf die Labilität eingehen. Wieso sind viele Menschen psychisch labil und was kann man dagegen tun? Sind heutzutage mehr Menschen psychisch belastet als früher oder ist es ein weitgehend konstantes Phänomen? Die Fragen und deren Beantwortung fände ich ehrlich gesagt viel interessanter und mich als (hoffentlich) vernünftig denkenden Menschen würde es in einem Wahlkampf viel mehr ansprechen, als ein Verbot von irgendwas. Ein Verbot hat für mich immer den bitteren Beigeschmack, dass man ein Problem nicht zufriedenstellend lösen konnte und stattdessen die &#8220;einfache&#8221; Variante wählt. Wie, wenn ich, anstatt ein Computerprogramm robust gegen Fehleingaben zu sichern, einfach in einem Text daneben schreibe, was jemand nicht zu tun hat und selbiges Programm mit einem Fehler abstürzt, wenn man doch entgegen der Anweisungen handelt.</p>
<p>Ich fänd es also toll, wenn die Politik den schwierigeren Weg nehmen würde, denn am Ende mag das der bessere gewesen sein. Verbote lösen keine Probleme. Sie bereiten nur dem eh schon überbeschäftigten Rechtssystem noch mehr Arbeit und verkomplizieren die bestehenden Gesetze durch noch mehr Verordnungen. Also ab an die Wurzel des Übels, anstatt oberflächlich herumzudoktorn. Hophop <img src='http://rattlab.net/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Von: Herbi</title>
		<link>http://rattlab.net/2008/09/spielekiller-vs-killerspiele/comment-page-1/#comment-9</link>
		<dc:creator>Herbi</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Sep 2008 15:52:06 +0000</pubDate>
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		<description>Da kann ich dir zu 100% zustimmen. Diese Diskussionen in der Politik sind lächerlich. Aber wenn der Wahlkampf vorbei ist, ist auch das Thema &quot;Killerspiele&quot; wieder vergessen.</description>
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